Keynes – der Marktskeptiker

06. Februar 2015: Verlag und Autor stellen an dieser Stelle in lockerer Folge Hintergrundinformationen zum Roman „Argentinisches Roulette“ vor. Im neuen Beitrag geht es um den britischen Ökonom John Maynard Keynes, dessen Ideen von einer starken, steuernden Rolle des Staates auf den Märkten heute aus Anlass der anhaltenden Finanz- und Wirtschaftskrise wieder intensiv als Vorbild für alternative Politikentwürfe und Finanzmarktreform diskutiert werden.

Harry Dexter White (r.) und John Maynard Keynes (l.) 1946; zwei führende Architekten der Nachkriegsarchitektur der Finanzmärkte Quelle & Autor: International Monetary Fund Lizenz: Public Domain Die Originaldatei finde sich hier.

Harry Dexter White (r.) und John Maynard Keynes (l.) 1946; zwei führende Architekten der Nachkriegsarchitektur der Finanzmärkte
Quelle & Autor: International Monetary Fund
Lizenz: Public Domain
Die Originaldatei finde sich hier.

Keynes war einer der wichtigsten Architekten der – zumindest über drei Jahrzehnte lang – erfolgreichen Nachkriegsordnung der internationalen Kapitalmärkte und Mitbegründer des Internationalen Währungsfonds (IWF), der im Roman eine zentrale Rolle spielt. Die Erfahrungen aus der Weltwirtschaftskrise von 1929 mündeten 1944 in der Bretton Woods-Konferenz in einen stark regulierten Rahmen für die Kapitalmärkte, der sowohl ein System fester Wechselkurse als auch Kapitalverkehrskontrollen umfasste. Wie und warum sich dieses System und vor allem eine seiner mächtigsten Institutionen, der IWF, im Laufe der Zeit so stark wandelte, das es die genau entgegen gesetzte Agenda – Rückzug des Staates, Liberalisierung der Kapitalmärkte – verfolgte, wird Thema eines späteren Beitrags sein.

Bis dahin erst einmal viel Spaß bei der Lektüre!

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